Ablauf Sattelanprobe

Ablauf Sattelanprobe

Ablauf einer Sattelanprobe

 Anhand Ihrer Design- & Preiswünsche und Ihrer Sattellage-Fotos stelle ich eine Vorauswahl aus meinem Sattelbestand zusammen, sodass ich in der Regel mit 15 bis 20 Sätteln zu Ihnen zur Anprobe komme.

Bevor überhaupt irgendein Sattel aufgelegt wird, werden das Gebäude und vor allem die Sattellage genauestens auf bereits vorhandene Schwachstellen und Druckempfindlichkeiten geprüft.

Danach wird ein Sattel nach dem anderen im Stand und OHNE Pad aufgelegt und ich prüfe genauestens die Passform des Sattels -  ob ein Sattel passt, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab: Sattellänge, Schulterfreiheit, Schwung und Winkelung der Bars, Widerristfreiheit und und und - dadurch ergeben sich eine Gruppe passender und eine Gruppe nicht passender Sättel.

Als Nächstes kann der Reiter aus der Gruppe passender Sättel 2 bis 3 Sättel, die ihm sowohl optisch als auch preislich am Besten liegen, zum Probereiten auswählen. Jeder Sattel wird normal mit Pad gesattelt und Pferd & Reiter können in der Bewegung testen, ob sie sich unter bzw. im Sattel wohl fühlen - schließlich sollte der Sattel nicht nur dem Vier-, sondern auch dem Zweibeiner passen!

Nach dem Reiten der Sattelauswahl hat sich in der Regel ein Favorit gefunden.

Bei Unklarheiten im Schweißbild haben wir die Möglichkeit, die Passform mit Hilfe unseres Impression Pads zu überprüfen:

Die Technologie des Gel-gefüllten Impression Pads stammt aus Kanada, welche es ermöglicht, selbst kleine Schwachstellen in der Passform zu ermitteln. Wichtig ist hierbei, dass der Reiter korrekt mittig und nicht seitenlastig sitzt und dass eine Aufsteighilfe verwendet wird - denn einseitiges Sitzen führt auch bei perfekt passenden Sätteln zu einer vermehrten Druckbelastung auf dieser Seite. Bei Pferden mit sehr starkem Widerrist kann man allerdings diese Methode nicht anwenden.

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Das Impression Pad ist eine physikalische Variante der Satteldruck-Messung IN BEWEGUNG - während des halbstündigen Rittes erwärmt und verflüssigt sich das Gel im Pad durch die Körperwärme des Pferdes und weicht bei übermäßigem, punktuellem Druck durch den Sattelbaum zur Seite hin aus; nach dem Absatteln zeigt sich an dieser Stelle eine deutlich Ausdünnung/Verdrängung des Gels.

Der Abdruck im Pad ist im Gegensatz zur alleinigen Beurteilung des Schweißbildes wirklich objektiv - es bildet den aktuellen Ist-Zustand ab. Das Schweißbild hingegen kann durch Schädigung/Druck-Atrophie der Schweißdrüsen in den betroffenen Hautarrealen bedingt durch Reiten eines nicht-passenden Sattels über längere Zeit  dauerhaft verändert worden sein. Geschädigte Zellen produzieren keinen Schweiß mehr und die früher betroffenen Stellen bleiben trocken - ganz egal, ob der neu angepasste Sattel perfekt passt oder nicht.

Durch den dreigeteilten Aufbau der Sattelanprobe (meine Anpassung plus Ihr eigenes Sitz-Gefühl/ Gefühl für die Bewegung des Pferdes plus -falls nötig - physikalische Satteldruck-Messung) können Sie sicher sein, einen wirklich passenden Sattel zu erwerben.

Zu guter Letzt gibt es noch eine kurze Einweisung in die richtige Sattelpflege, denn diese trägt entscheidend zur Lebensdauer eines Westernsattels bei.

Auch nach einem Sattelkauf stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit für Fragen zur Verfügung!